Startseite
Aktuelles
Veranstaltungen
Der Chorleiter
Der Vorstand
Unsere Mitglieder
Chorproben
Termine
Historie
Unsere erste CD
Weihnachtskonzert 02

Dynamische Arrangements
Der Gesangverein „Konstantia 1889“ hatte nach mehrjähriger Pause wieder zum Weihnachtskonzert in die voll besetzte Maria-Königin-Kirche eingeladen

Von Ralf Caldewey
(Westfälischer Anzeiger)

HAMM • Schon früh war die Kirche Maria-Königin im Hammer Norden mit Menschen bis auf den letzten Platz gefüllt, hatte es doch dort seit einigen Jahren kein Weihnachtskonzert mehr gegeben. Der Gesangverein Konstantia 1889 unter der Leitung von Michael Tegethoff hatte eingeladen, dazu Matthias Paulus Kleine an der Orgel. Es war ein abwechslungsreiches Programm, das neben einigen bekannten Liedern zur Weihnacht auch Werke enthielt, die nicht unbedingt im Repertoire jedes Chores zu finden sind.

So war schon die Orgelmusik nur von Zeitgenossen komponiert oder vom Organisten selbst improvisiert. Kleine spielte zu Beginn eine „Berceuse de Noel“ von Noel Rawsthorne, später eine „Cantilene“ von Malcolm Archer. Diese Stücke kamen allerdings etwas langweilig registriert und ohne großes Einfühlungsvermögen über.

Der Gesangverein trug das Motto des Nachmittags vor: „Tröstet mein Volk “

von Gerhard Rabe, um gleich mit dem berühmten „Hoch tut euch auf“ von Christoph WilIibald Gluck festlich einzufallen. „Wenn ich ein Glöcklein wär “ wurde fein mit einem „Ave Maria“ ausgeschmückt. Der Bariton von Ferdinand Pietz wirkte in dem bekannten ,,Kalenderlied“ von Franz Grothe und in „White Christmas“ von Irving Berlin - allerdings auf Deutsch gesungen - weich und warm, den Stücken entsprechend.
Eine schöne, flexible Dynamik ließ der Chor in „Heilige Nacht“ von Jakob Christ vernehmen. Auch das „Transeamus“ entwickelte sich nicht zuletzt durch das interessante Arrangement zu einem Höhepunkt. Die musikalische Zusammenarbeit von Bariton und Chor kam ausdrucksvoll vor allem in „Herbei, ihr Gläubigen“ und „Im Stall zu Bethlehem“ zum Vorschein; das Dirigat wirkte voll überzeugend.

Die drei lmprovisations-Skizzen für Orgel über Texte aus der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas Evangelium wirkten sehr ansprechend, gerade weil sie ein wenig in Richtung Jazz gingen und immer bunt registriert wurden: Der Organist wusste, was er tat, ,,Konstantia“ bot mit seinem Comeback eine etwas andere, aber schöne Weihnachtsmusik.

Matthias Paulus Kleine spielte am 15. Dezember 2002 an der Orgel der Maria Königin Kirche Werke von Rawsthorne / Archer und eigene Inprovisationen