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Geballte Sangeskraft
Unter dem Titel „Licht von Bethlehem“ stand das Konzert des MGV Lipperbruch,
LIPPERBRUCH. Majestätische Klänge erfüllten am Sonntagabend die
Pfarrkirche Maria Frieden in Lipperbruch. Damit stimmte das Bläserensemble Bad Waldliesborn auf den Konzertabend „Licht von Bethlehem“ ein, der von gewaltiger Klangfülle bestimmt war.
Was sonst, wenn drei Chöre, darunter der gastgebende Männergesangverein Lipperbruch, der Männergesangverein Overhagen und der Gesangverein
„Konstantia“ aus Hamm, mitwirken. Rund 100 Sänger füllten den Altarraum, nachdem Paul Heimlich, Vorsitzender des MGV Lipperbruch, und Anne Koch – Norgel, Vorsitzende des
Pfarrgemeinderates und Gemeindereferentin, „von der hektischen auf die besinnliche Zeit“ eingestimmt hatten. Ins Programm eingebettet wurden sowohl ein Quartett des MGV Lipperbruch als auch die Solisten Hans Hermann
Schalk, Bernhard Gerken und Ferdinand Pietz.
Satter Klang erfüllte den Kirchenraum bei Stücken wie „Tochter Zion“ von
Georg Friedrich Händel, „Ave Maria“ von Bach/Gounod, vom gemischten Chor Konstantia dynamisch vorgetragen, oder „Hymne an die Nacht“ im Männerchor, erinnerte angesichts schallender Mehrstimmigkeit manchmal ein
wenig an den Klang der Kosakenchöre. Mit zum Teil engen Harmonien sowie an- und abschwellender Dynamik – begleitet von Klaus Zobel am Klavier – zeichneten die Sänger mal
melancholische, mal freudige Stimmungsbilder. Sie alle aber spiegelten die Sangesfreude der Akteure wider. Besondere Stimmung bei den Zuhörern kam
bei dem Lied „Weihnachten bin zu Haus“ vom gemischten Chor Konstantia, dynamisch vortragen, auf. Chordirektor Michael Tegethoff zeigte sich mit
(immer seltener werdendem) Taktstock als Dirigent der alten Schule, legte präzise und ohne Schnickschnack vor. Für humorvolle Geschichten sorgte Heinz Müller, der unter anderem
Weihnachten aus der Sicht eines Vierjährigen beschrieb. Außerdem wurde – passend zum Thema – das Licht von Bethlehem, da zuvor vom Lippstädter Bahnhof abgeholt wurde, in die Kirche eingebracht.
Überhaupt erwies sich das Bläserensemble unter der Leitung von Dietmar Schütz als willkommene Ergänzung zum Gesangsprogramm. Die erste Trompete ertönte mal heller, triumphierender Oberstimme. Besonders fiel das
bei der „Weihnachtspastorale“ auf, wobei die tänzelnde Trompete von den unteren Stimmen getragen wurde, die ihr den Raum ließen, sich zu entfalten.
Eher ungewöhnlich, aber umso erfreulicher fügte sich „A whiter shade of pale“ Von Procol Harum ins weihnachtliche Programm. Ein Glanzstück, bei dem die Bläser ihre Vorliebe für den Bigband-Sound frönen konnten.
„Jerusalem“ bildete den krönenden Abschluss, bei dem die Chorgemeinschaft der drei Chöre, ihre geballte Sangeskraft noch einmal volle Wirkung entfalten konnte. rio

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