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Gesangverein „Konstantia 1889“ Hamm Norden
Seit 118 Jahren Freude am Gesang

Kaum ein Chor kann auf eine derart lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken wie der Gesangverein Konstantia Hamm. Ihre Konzerte, bei denen die rund 70 aktiven Sänger unter anderem mit bekannten Persönlichkeiten wie Ivan Rebroff, Gunther Emmerlich, den Schwarzmeer – Kosakenchor mit Peter Orloff oder dem türkischen Startenor Erkan Aki auftreten, begeistern jedes Mal ein riesiges Publikum.
Dabei hat der Verein vor 118 Jahren recht bescheiden angefangen. Am 16. Juni 1889 gründeten engagierte, junge Sänger – darunter der erste Dirigent Albert Kleinsorge – den Männergesangverein Nordenfeldmark. Bereits sechs Monate später standen die jungen Musiker zum ersten Mal auf der Bühne.
Im Mai 1912 wurde der Name des Vereins in „Gesangverein Konstantia 1889“ Hamm geändert. Mit einer großen Feier und Ehrung der Gründungsmitglieder beging der Chor sein 25-jähriges Bestehen. Nur kurze Zeit nach diesem Jubiläum wurde die Vereinsarbeit durch den Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen. Nach dem Kriegsende fanden sich die Sänger sofort wieder zusammen.


(der heutige Gesamtchor von 2007)

1921 zählte der Verein 242 aktive und passive Mitglieder. Heute gehören etwa 140 Mitglieder zu Konstantia.
Im März 1934 entschlossen sich die Sänger, einen Frauenchor zugründen. Mit den dazuge-wonnenen Stimmen ließen sich die Veranstaltungen und Konzerte noch abwechslungsreicher gestalten, was dem Hammer Chor viel Anerkennung einbrachte. Die Vorbereitungen für das große Fest zum 50. Jubiläum waren in vollem Gange, als der zweite Weltkrieg ausbrach und die Tätigkeit wiederum komplett zum Erliegen brachte.
Das Ende schien vollkommen, als das Vereinslokal Erlemann völlig ausbrannte. Bei dieser Katastrophe wurden sämtliches Notenmaterial sowie fast alle Vereinsunterlagen vernichtet. Nur die Vereinsfahne aus dem Jahre 1891 überstand unbeschadet den zweiten Weltkrieg.


(Alt)

Klemens Bender und der vorläufige Chorleiter Josef Cordes sorgten schließlich dafür, dass Konstantia wieder zum Leben erweckt wurde. Da das Notenmaterial völlig zerstört war und neues zu dieser Zeit fast nirgendwo zu kaufen war, behalf man sich mit selbstgeschriebenen oder von anderen Vereinen ausgeliehenden Blätter. In einem einfachen Zelt auf dem Hof des Vereinslokals gab Konstantia sein erstes Konzert nach dem Krieg – ein passender Saal stand 1948 einfach nicht zur Verfügung.
Eine Dauerlösung war das natürlich nicht, und so nutzte Konstantia 1954 erstmals das Kurhaus in Hamm für einen großen Auftritt. Bereits im Vorfeld waren die Karten für das Ereignis damals ausverkauft. Dieser Erfolg gab den Anlass dazu, nunmehr alljährlich ein Konzert zu veranstalten. Auf diese Art floss außerdem Geld in die schmale Vereinskasse, von dem dann das erste Klavier angeschafft werden konnte.


(Sopran)

Zum 75-jährigen Bestehen fand am 6. September 1964 im Kurhaussaal ein Festkonzert statt. Damals luden sich die Hammer Sänger nicht nur den befreundeten Männerchor aus Iburg ein, sondern außerdem noch den Opernsänger Bodo Müller-Große und das Orchester Heinrich Robert.
Die folgenden 43 Jahre brachten dem Verein viele Höhepunkte. In jedem Jahr wurde ein größeres aufwendigeres Konzert veranstaltet, und auch die Zahl der Besucher wuchs ständig. Je nach Art der Konzerte wirkten das Akkorden Orchester Bockum-Hövel, die Mandolinen Orchester Hamm Herringen und Bockum-Hövel, der Jagdhornbläserchor aus Lippstadt oder der Posaunenchor der Johannes-Gemeinde in Hamm mit. Und schließlich kamen auch viele namhaften, internationale Stars und Musiker, um mit den Hammer Sängern auf der Bühne zu stehen.

Im Duett mit den großen Stars

Wenn der Name Konstantia fällt, horchen Freunde der Chormusik sofort auf.
Seit 118 Jahren sind die Sänger eine feste Größe im Kulturleben der Stadt Hamm und Umgebung. Immer wieder bemüht sich der Chor dabei, etwas Neues auf die Beine zu stellen.
Für dieses Jahr haben sich die rund 70 Musiker um Chordirektor Michael Tegethoff etwas Besonderes einfallen lassen: Für das Konzert am Sonntag, den 11. November, in den Zentralhallen in Hamm konnte der Verein die Five Gentlemen aus Leipzig verpflichten.
Die fünf Sänger lassen gemeinsam die Musik der legendären Comedian Harmonists sowie unvergessene Melodien der Zwanziger- und Dreißigerjahre aufleben.


(Tenor)

Das Vocalensemble gehört zu den Führenden dieses Genres in Deutschland und darüber hinaus. Konzerte im Leipziger Gewandhaus, im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt, in der Komischen Oper Berlin und beim Rheingau-Musikfestival gehören inzwischen zum festen Bestandteil ihrer Tätigkeit. Mehrere Reisen führten die Five Gentlemen nach Spanien, Griechenland, Südostasien, Neuseeland und Australien.
Mit ihrem Stil passen die Profis ganz hervorragend zu dem diesjährigen Konzertmotto des GV Konstantia: Evergreens. Auf dem Programm des Konzertes stehen Lieder wie „Wien bleibt Wien“, „Warte, warte noch ein Weilchen“ oder „Frühling in Sorrent“. „Wir wollten einmal Lieder aus dieser Zeit singen und haben uns deshalb nach dazu passenden Stargästen umgesehen“, erzählt Helga Schwienheer, die zweite Vorsitzende des Gesangvereins.


(Bass)

Mittlerweile hat der Chor keine Schwierigkeiten, echte Schowgrößen als Partner für seine Auftritte zu gewinnen. Immerhin standen die Hammer Sänger bereits mit Ivan Rebroff, Luigi Lega, den Schwarzmeer Kosakenchor unter Peter Orloff, den German Tenors, Deborah Sasson, Gunther Emmerlich und Erkan Aki auf der Bühne. Jedesmal hatten sich die Sänger dabei ein anderes Thema ausgesucht. Musical-Melodien, russische Folklore und deutsche Volkslieder gehören inzwischen zum umfangreichen Repertoire des Chores und zeugen von großer Wandelbarkeit.


(Chorleiter und Solisten des Chores)

Für Ulrike Schäfer, 1. Vorsitzende des Chores, ist das ein Grund, warum die Konzerte des Chores so beliebt und all zu häufig sogar frühzeitig ausverkauft sind. „Das, was wir machen, ist nicht langweilig, sondern frisch und trotzdem noch deutscher Chorgesang“.
Weitere Gründe für den dauerhaften Erfolg ihres Chores sieht sie in der tollen Gemeinschaft des Vereins und in dem großen Engagement des Chordirektors Michael Tegethoff. Der Dozent der Städtischen Musikschule Lippstadt ist, bereits seit November 1979 musikalischer Leiter des Hammer Gesangvereines und weiß seine Sänger immer aufs Neue zu motivieren. Gerade jetzt, in der „heißen Phase“ vor dem Konzert legt Michael Tegethoff durchaus mal Extrastunden, zum Beispiel an zwei intensiv Probewochenenden, für den Chor ein.


(Der Vorstand 2007)

Karten für das Konzert sind bei allen Chormitgliedern erhältlich. Information zur Veranstaltung und zum Chor selbst geben Ulrike Schäfer unter der Telefonnummer 02381/ 34229 und Helga Schwienheer unter 02381/ 38338 oder das Internet www.Konstantia.de.

             Der Vorstand 2007